Elternschule 2018 – Kostenlos ansehen

Elternschule 2018 – Kostenlos ansehen


Der Empörungssturm in den sozialen Medien brach schon los, bevor Elternschule überhaupt in die Kinos kam: Ein Dokumentarfilm, der zeigt, wie die Kinder ratloser und überforderter Eltern – „wenn das hier nicht klappt, müssen wir sie in einem Heim unterbringen“ – in einer Gelsenkirchener Kinder- und Jugendklinik dazu gebracht werden, zu schlafen, zu essen, zu kooperieren, nicht auszurasten. KritikerInnen fühlen sich beim Anblick weinender Mädchen und Jungen, die in hohen Gitterbetten in dunkle Zimmer geschoben werden, an Nazimethoden erinnert und rufen dazu auf, den Film zu verbieten.


Unverantwortlich ist es aber, nun so zu tun, als ließen sich auch die angewandten Methoden bruchlos auf den Alltag übertragen. Was in einer Kinderklinik im Rahmen einer Notfalltherapie unter bestimmten Umständen gerechtfertigt sein könnte, ist noch lange keine empfehlenswerte Erziehungsmethode für zu Hause. Es mag sein, dass BetreuerInnen bei einem Kind, das nichts mehr essen mag, irgendwann vor der Entscheidung stehen, es zum Essen zu zwingen oder es verhungern zu lassen. Es mag auch sein, dass es in einer Klinik angezeigt erscheinen mag, ein Kind hungern zu lassen, bis es von sich aus isst, was ihm vorgesetzt wird. Doch die Stimme aus dem Off, die immer wieder warnend auf die unerwünschten Folgen elterlicher Führung verweist, sagt weder etwas über die möglichen unerwünschten Folgen solcher Maßnahmen aus, noch gibt sie zu bedenken, dass weder Eltern noch ErzieherInnen in Kitas Kinder zum Essen zwingen oder hungern lassen sollten. Auch der Kinderarzt Renz-Polster betont: „Medikamente brauchen einen Beipackzettel. Umstrittene Behandlungsmethoden auch.


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